IT-Sicherheit
IT-Sicherheit und Backup für kleine Unternehmen
Kein Panikvortrag, sondern eine Liste nach Dringlichkeit: Was schützt Sie am meisten, was kostet am wenigsten Aufwand, und was passiert, wenn es trotzdem passiert.
Die Lücken liegen selten dort, wo man sie vermutet
In kleinen Unternehmen entstehen Schäden fast nie durch ausgefeilte Angriffe. Es sind gestohlene Zugangsdaten, ein Konto ohne zweiten Faktor, eine Anwendung, die seit zwei Jahren kein Update mehr bekommen hat, oder ein Zugang, der einem längst ausgeschiedenen Mitarbeiter gehört.
Am Anfang steht deshalb eine Bestandsaufnahme: Welche Konten existieren, wer kommt an welche Daten, welche Systeme sind aus dem Internet erreichbar, wie alt sind die Stände. Das Ergebnis ist eine Liste nach Dringlichkeit – nicht alles auf einmal, sondern zuerst das, was am meisten bringt.
Backups, die nachweislich zurücklaufen
Ein Backup ist erst dann eines, wenn es zurückgespielt wurde. Wir arbeiten nach der 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine außer Haus und vom Netz getrennt. Verschlüsselungstrojaner suchen gezielt nach erreichbaren Sicherungen – eine Kopie auf derselben Freigabe hilft nicht.
Rücksicherungen testen wir regelmäßig und halten fest, wie lange sie gedauert haben. Diese Zahl ist im Ernstfall entscheidend: Sie sagt Ihnen, wie viele Stunden Betriebsstillstand realistisch sind.
Schutz im Alltag
Auf den Geräten läuft Endpoint-Schutz mit zentraler Übersicht, Updates werden verwaltet statt jedem selbst überlassen, Rechte werden getrennt: Wer mit einem Administratorkonto E-Mails liest, macht jedem Anhang die Tür auf.
Dazu kommt der Teil, den keine Software abnimmt. In kurzen Schulungen zeigen wir an echten Beispielen, woran sich Betrugsversuche erkennen lassen – der gefälschte Rechnungsanhang, die angebliche Nachricht der Geschäftsführung, der Anruf vom vermeintlichen Support.
Notfallplan auf Papier
Wenn Systeme verschlüsselt sind, hilft kein Plan, der im verschlüsselten Netz liegt. Wir schreiben auf, welche Systeme in welcher Reihenfolge wieder anlaufen, wer informiert wird, welche Meldepflichten greifen und welche Nummern gewählt werden. Ausgedruckt, an einem Ort, den alle kennen.
Häufige Fragen
Reicht ein Virenscanner nicht aus?
Nein. Die häufigsten Schäden entstehen heute durch gestohlene Zugangsdaten und ungepatchte Software, nicht durch klassische Viren. Wirksam ist die Kombination aus aktuellen Systemen, Zwei-Faktor-Anmeldung, getrennten Rechten und einem Backup, das nachweislich zurückspielt.
Woher weiß ich, ob unser Backup funktioniert?
Indem es zurückgespielt wird. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Vermutung. Wir führen Rücksicherungen regelmäßig durch und halten fest, wie lange sie gedauert haben – das ist die Zahl, die im Ernstfall zählt.
Was passiert, wenn es doch passiert?
Dann greift der Notfallplan: welche Systeme zuerst, wer wird informiert, welche Meldepflichten laufen. Der Plan liegt ausgedruckt vor, weil digitale Ablagen im Ernstfall womöglich verschlüsselt sind.